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Kauf
Lange Zeit standen dann andere Einfl�sse im Vordergrund: berufliche Ver�nderungen, Hausverkauf, Umzug, Neubau etc. unterdr�ckten die V-8 Leidenschaft erfolgreich. Bis im Sommer 2004 das Bollern von etlichen V-8 beim Big Bumper Meet in Oldenburg ein Wiederaufflammen der alten Leidenschaft ausl�ste. Seitdem habe ich die Lage sondiert:
Aufgrund der Erfahrungen aus meinen bisherigen Restaurierungen wollte ich unbedingt ein Fahrzeug mit einer gesunden Karosserie. Bei meinem Anspruch auf Perfektion war mir klar, dass ich den Rest ohnehin erneuern w�rde. Somit war es egal, ob die Sitzbez�ge nur einen Riss hatten oder in Fetzen hingen, ob die Sto�stangen nur blinde Stellen im Chrom hatten oder komplett verbeult waren. Nur unverbastelt und vom Blech her solide sollte das Auto sein. Ein hoher Anspruch bei Fahrzeugen, die �ber 40 Jahre auf dem Buckel haben. Ich wollte die Hoffnung schon
aufgeben, aber dann sah ich .... Das Angebot von Ford Krause in PetershagenDaten:
Gebrauchtfahrzeug, - Oldtimer, 79.413 km
Hier nun die Eindr�cke von der Besichtigung (die kleinen Bilder zum Vergr��ern anklicken!): Der Wagen stand bei Ford Krause in Petershagen, ca. 150 km von hier. Der Hinweis auf "Black Plate" war verlockend - das sprach daf�r, dass der Mustang sein Leben lang im normalerweise sonnigen Kalifornien zugelassen war. Ein schwarzes Nummernschild ist nat�rlich kein mysteri�ser Rostschutz und auch keine Garantie f�r eine rostfreie Karosserie, aber immerhin ein Mut machendes Indiz. Ich rief die Fa. Krause an und vereinbarte einen Besichtigungstermin f�r den 07.01.06. Der Wagen wurde auf eine Hebeb�hne gefahren und offenbarte auf den ersten Blick einen ungepflegten, aber ehrlichen Unterboden, der nicht unter Schichten von Unterbodenschutzmasse verborgen war. Der Juniorchef dr�ckte mir noch eine Werkstattlampe in die Hand und lie� mich dann dankenswerterweise mit dem Pony allein. �ber eine Stunde stocherte ich herum, dekodierte das Schildchen mit den Angaben zur Originalausstattung und machte Notizen und Fotos.
Die Karosserie entpuppte sich tats�chlich als sehr solide. Weder die Radl�ufe noch die T�rfalze und -ecken wiesen erkennbare Korrosion auf. Die L�ngstr�ger vorn und hinten sowie die T�rschweller waren ebenfalls gerade und rostfrei. Ich habe keine Blech�berlappung gefunden, die der Rost auseinander gedr�ckt h�tte. Alles wie am ersten Tag. Die Bodenbleche und Torque Boxes machten von unten ebenfalls einen guten Eindruck. Scheibenrahmen und Regenrinnen sind am Mustang gern marode - aber nicht hier. Ein California Black Plate car eben wie man es sich erhofft. Das Vinyldach war teilweise lose und leicht unterrostet, aber die Blechsubstanz des Dachs schien noch brauchbar zu sein. Den Zustand des "Frischluftkastens" (cowl vents) konnte ich nicht abschlie�end beurteilen, aber da der Wagen ohnehin komplett zerlegt werden sollte, fiel eine eventuelle Reparatur nicht so sehr ins Gewicht. �ber "Flugrost" hinausgehende Korrosion fand ich nur am rechten Kofferraumboden und an der Endspitze rechts. Diese Partien waren noch nicht durchgerostet, aber partiell deutlich in der Blechst�rke reduziert. Auf jeden Fall wertete ich das weder von Aufwand noch von den Kosten der Bleche her als echtes Kaufhindernis.
Die korrekten Spaltma�e sowie die Tatsache, dass noch der Originalkofferraumdeckel und das Originalblech am Vorderwagen verbaut waren (erkennbar am eingepr�gten Datumscode) weisen darauf hin, dass der Wagen in den 38 Jahren seiner Pflichterf�llung keine ungew�nschte Kaltverformung erleiden musste. Der Lack war nicht mehr original, uralt und unansehnlich. Wunderbar - immerhin hatte niemand versucht, M�ngel durch eine schnelle US-Verkaufslackierung zu vertuschen. Erfreulich war, dass noch das Original-Luftfiltergeh�use auf dem originalen Autolite 2100-Zweifachvergaser thronte. Der Motor lief bemerkenswert ruhig. Das Automatikgetriebe war, wie es sich f�r ein C-4 geh�rt, stark ver�lt aber einsatzbereit. Tank, Benzin- und Wasserpumpe sowie Teile der Bremsanlage waren neu. Der Mustang machte einen gut gewarteten Eindruck. Bis auf die (immerhin schicken und zeitgen�ssischen Ford-) Magnum 500 Felgen war die Originalausstattung erhalten geblieben. Die Ausstattung mit dem "kleinen" 4,7 Ltr.V-8, Automatik und Servolenkung erf�llte meine "must-have"-Kriterien. Bei der Auslieferung hatte der Mustang eine dunkelgr�ne Metalliclackierung (highland green), ein helles Vinyldach und eine dunkelbeigefarbene (saddle) Innenausstattung. Hinrei�end. Genau so h�tte ich mir den Mustang 1968 auch bestellt. H�tte vielleicht noch ein paar Dollar f�r die Haubenblinker locker gemacht. Nun ja - das w�re nur "nice to have". Man ahnt - ich war hin und weg. Der Sound des V8 tat ebenfalls Wirkung. Die wichtigste Regel in solchen F�llen: einen Bekannten dabei haben, der den advocatus diaboli spielt - oder mindestens eine Nacht dr�ber schlafen. Geschlafen habe ich nicht viel, sondern mir statt dessen den aktuelle Teilekataloge aus dem Web geladen und hin und her kalkuliert. In den Folgetagen habe ich mit meiner Ehefrau und Herrn Krause nachverhandelt - und das Pony schlie�lich gekauft. Um den Wagen so schnell wie m�glich aus dem Petershagener Regen zu bekommen, vereinbarte ich schnell einen Abholtermin. Vielen Dank noch einmal an Volkmar von www.us-mailbox.de f�r die Bereitstellung seines 7er BMW als Zugfahrzeug und einer Halle zum trockenen Unterstellen. Bilder vom Abholen:
Wie ging es mit "Eckhard" weiter? Sh. "Restaurierung" | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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